Laut Angaben des kolumbianischen Ministeriums für Nationale Bergwerke ging die Kohleproduktion Kolumbiens im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 40 % zurück, von 82,4 Millionen Tonnen im Jahr 2019 auf 49,5 Millionen Tonnen, hauptsächlich aufgrund der COVID-19-Pandemie und des dreimonatigen Streiks.
Kolumbien ist der fünftgrößte Kohleexporteur der Welt. Im Jahr 2020 wurde der Betrieb vieler Kohlebergwerke in Kolumbien aufgrund des fünfmonatigen Lockdowns infolge der Epidemie und des längsten Streiks in der Unternehmensgeschichte durch die Gewerkschaft des kolumbianischen Kohlekonzerns Serejón eingestellt.
Cerejón ist einer der größten Kohleproduzenten Kolumbiens; BHP Billiton, Anglo American und Glencore halten jeweils ein Drittel der Anteile. Auch Drummond ist ein bedeutendes Bergbauunternehmen in Kolumbien.
Columbia Prodeco ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Glencore. Aufgrund des Rückgangs der globalen Kohlepreise infolge der COVID-19-Pandemie sind die Betriebskosten des Unternehmens gestiegen. Seit März letzten Jahres werden die Kohlebergwerke Calenturitas und La Jagua von Protico gewartet. Wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit hat Glencore im vergangenen Monat beschlossen, den Abbauvertrag für das Bergwerk aufzugeben.
Allerdings zeigen die Daten, dass Kolumbiens Steuereinnahmen aus Kohleabbaurechten im Jahr 2020 mit 1,2 Billionen Pesos bzw. rund 328 Millionen US-Dollar immer noch an erster Stelle unter allen Mineralien stehen werden.
Veröffentlichungsdatum: 02.04.2021