Berichten zufolge hat die Norwegian Hydro Company zur Trockenverfüllung von Bauxitrückständen übergegangen, um den bisherigen Rückhaltebeckendamm zu ersetzen und so die Sicherheit und den Umweltschutz beim Bergbau zu verbessern.
Während der Testphase dieser neuen Lösung investierte Hydro rund 5,5 Millionen US-Dollar in die endgültige Entsorgung der Abraumhalden im Abbaugebiet und erhielt eine Betriebsgenehmigung, die vom Sekretariat des Bundesstaates Para für Umwelt und Nachhaltigkeit (SEMAS) ausgestellt wurde.
John Thuestad, Executive Vice President des Bauxit- und Aluminiumoxidgeschäfts von Hydro, sagte: „Hydro hat sich stets der Förderung einer nachhaltigen Entwicklung der Aluminiumindustrie verschrieben und daher Anstrengungen unternommen, diesen Versuch zur Vermeidung des Bauxitabbaus umzusetzen. Die Einrichtung neuer, permanenter Absetzbecken während des Abbaus birgt Umweltrisiken.“
Die Lösung von Hydro ist der jüngste Versuch der Branche, Bauxit-Abraum zu entsorgen. Seit Juli 2019 testet Hydro diese Technologie in der Bauxitmine Minerao Paragominas im nördlichen Bundesstaat Pará. Das Programm erfordert weder den kontinuierlichen Bau neuer permanenter Abraumdämme noch das Hinzufügen von Schichten zu bestehenden Dammstrukturen, da es auf dem Verfahren der „trockenen Abraumverfüllung“ basiert. Dabei wird inerter, trockener Abraum im Abbaugebiet verfüllt.
Die Testphase dieser neuen Lösung von Hydro wird unter langfristiger Überwachung durch Umweltbehörden durchgeführt und entspricht den technischen Standards der brasilianischen Umweltbehörde Conama. Die Anwendung dieser neuen Lösung in Brasilien ist ein wichtiger Schritt hin zu nachhaltiger Entwicklung, verbessert die Betriebssicherheit und reduziert den ökologischen Fußabdruck von Hydro. Die Projekttests wurden Ende 2020 abgeschlossen, und das Umwelt- und Nachhaltigkeitsministerium des Bundesstaates Pará (SEMAS) erteilte am 30. Dezember 2020 die Betriebsgenehmigung.
Veröffentlichungsdatum: 16. März 2021